Werknotizen
Kleine Notizen zu Bildern, Titeln und Räumen
Nicht jedes Bild braucht eine Erklärung.
Manche bekommen nur eine Spur.
Hier sammle ich Gedanken zu Bildern, Reihen und Räumen —
leise Notizen zwischen Entstehung, Erinnerung und Blick.
Zu den vier Räumen
Atelierfreiheit sammelt sich in vier Räumen.
Nicht als feste Grenze, sondern als
Richtungen:
innen, außen, Erinnerung und Licht.




Notizen zu den Werkreihen
Wo Licht beginnt
Eine Reihe über leise Anfänge, Licht und den Moment,
in dem wieder etwas Raum bekommt.
Zwischen uns
Eine Reihe über Nähe, Abstand und das,
was zwischen Menschen unausgesprochen bleibt.
Nachklang
Eine Reihe über Spuren, die bleiben,
auch wenn der Ort oder der Moment vergangen ist.
Zu den Werkreihen
Manche Bilder stehen nicht allein.
Sie gehören zu einer Bewegung, zu einer wiederkehrenden Frage,
zu einem Raum, der sich über mehrere Arbeiten öffnet.
Notizen zu einzelnen Werken


Spuren von Nähe
In dieser Arbeit bleibt Nähe nicht als klare Szene zurück, sondern Spur.
Etwas war da - vielleicht Begegnung, vielleicht Erinnerung - aber es ist nicht mehr sicher greifbar.
Mich interessiert daran dieser unscharfe Zustand. ob Nähe noch vorhanden ist oder ob nur ihr Abdruck im Raum bleibt.
Will ich, will ich nicht?
Das Bild steht zwischen Annäherung und Rückzug.
Es zeigt keinen klaren Entschluss, sondern einen Moment, in dem beides gleichzeitig wahr ist ; der Wunsch nach Nähe und der Wunsch, sich zu schützen.
Diese Spannung gehört für michzu den Blickräumen.
Nicht alles, was nach außen geht, ist frei - manches bleibt vorsichtig, tastend, uneindeutig.
Ohne einzugreifen
Hier geht es um wahrnehmung ohne Handlung.
Eine Situation ist sichtbar, aber sie bleibt auf Abstand; man sieht sie, ohne sie verändern zu können oder verändern zu wollen.
Das Bild gehört zu den Blickräumen, weil es den Zwischenraum zwischen Beobachten und Teilnehmen hält.
Manches wird erst sichtbar, wenn man nicht eingreift.

Ausgewählte Motive sind auch als limitierte Fine-Art-Prints in Vorbereitung.


Zwischen und liegt Helligkeit
Diese Bild gehört nicht zu den Lichträumen auch wenn es hell ist.
Das Licht öffnet hier keinen Raum, sondern macht Beziehung sichtbar; Abstand, Gegenüber, Nähe ohne Verschmelzung.
Darum wird die Arbeit den Blickräumen zugeordnet.
Aus ihr entwickelt sich eine neue Reihe über Zwischenräume zwischen Menschen - über Nähe, der Raum braucht, um bestehen zu können.
Ein Licht blieb offen
- gehört zu den Lichträumen, weil es nicht von Gewissheit spricht, sondern von einer kleinen verbleibenden Möglichkeit.
Der Raum ist noch still, vielleicht auch unsicher- aber er ist nicht vollständig geschlossen.
Es geht nicht um großes Ankommen. Eher um den Moment, in dem etwas offen bleibt, obwohl noch nichts entschieden ist .