
Nicht jede Wahrnehmung lässt sich in Worte übersetzen - Manche Dinge zeigen sich nur kurz — in einem Blick, in einer Stimmung, einem Ort.
Genau dort entstehen meine Arbeiten: reduziert, offen genug , damit etwas nachklingen kann.
Mich interessieren weniger klare Abbildungen als Wahrnehmungen, Stimmungen und das, was oft nur für einen kurzen Moment spürbar wird.
Ich versuche keine perfekte Wirklichkeit festzuhalten.
Viele Arbeiten bleiben bewusst fragmentarisch. Linien brechen ab. Farben verlaufen. Flächen bleiben leer.
Nicht, weil etwas fehlt -
sondern weil gerade dort
Raum für eigene Gedanken entsteht.
In Werkreihen wie "Hainewalde im Blick" verschmelzen vertraute Orte mit innerer Wahrnehmung.
"Orte im Nebel" beschäftigt sich mit Erinnerung und Vergänglichkeit.
Und die Arbeiten wie "Innenräume" oder "Wartezimmer" erzählen von stillen Zuständen, Beobachtungen und Momenten, die oft zwischen Worten liegen.
Dabei stehen für mich nicht Lautstärke oder Sichtbarkeit im Vordergrund.
Das Zeichnen wird zu einer Möglichkeit, diesen inneren Räumen sichtbar zu begegnen - ohne dabei alles erklären zu müssen.
Und auch wenn viele meiner Bilder ruhig oder nachdenklich wirken, begleitet mich dabei oft ein leiser trockener Humor.
Weil zwischen Stille, Beobachtung und den kleinen Absurditäten des Alltages manchmal nur eine sehr feine Linie liegt.
Falls sich jemand fragt: Ja, ich habe mich im Laden zwischen den Farben verlaufen, genommen, was da war – und erst viel später gemerkt, dass genau darin längst meine eigene Bildsprache lag.
Akademie, Galerien und eine lange Ausstellungsliste: Fehlanzeige. Die Arbeiten sind trotzdem da. Die Preise auch.
atelierfreiheit.