Blickräume
Blickräume beschäftigen sich mit dem, was zwischen Menschen entsteht.
Mit Nähe und Abstand. Mit Beobachten und Gesehenwerden. Mit den stillen Momenten, die oft mehr erzählen als das Offensichtliche.
Die Arbeiten zeigen keine Antworten, sondern Situationen – offen genug, damit eigene Erfahrungen darin Platz finden.
Zwischen Bleiben und Gehen
In diesen vier Arbeiten ist Richtung noch keine Entscheidung.
Kleine Figuren sitzen, warten oder stehen an Wegen, Bögen und Öffnungen. Manche Bewegung beginnt nur als Möglichkeit. Manche Zeit bleibt noch sitzen.
Der Raum drängt nicht.
Er lässt offen, ob jemand bleibt, weitergeht oder sich zunächst nur anders ausrichtet.
Genug Raum für Nähe
Die Reihe betrachtet Beziehung dort, wo Abstand nicht gegen Nähe arbeitet.
Zwischen den Figuren entstehen Wege, Schwellen und offene Zonen – Räume,
in denen Verbindung möglich bleibt, ohne dass jemand sich auflösen oder näherkommen muss.
Nähe erscheint hier nicht als Verschmelzung, sondern als vorsichtige Form von Gegenwart: zwei Positionen,
eine gemeinsame Richtung und genug Raum, damit beides bestehen kann.
Zwischen uns
Nicht alles, was zwischen Menschen liegt, ist Abstand.
Manches ist Nähe.
Manches Unsicherheit.
Manches bleibt unausgesprochen.
Diese Arbeiten richten den Blick auf die Räume, die zwischen uns entstehen.
Wartezimmer des Lebens
Zwischen Stühlen, Blicken und beiläufigen
Gesprächen entstehen kleine Szenen des Wartens.
Die Arbeiten greifen Momente auf, die im Raum hängen bleiben - zwischen
Gewohnheiten und merkwürdiger Nähe, die entsteht, wenn Menschen nebeneinandersitzen
und doch etwas Eigenes mit sich tragen.
Der Blick richtet sich auf das, was im
Wartezimmer oft unausgesprochen bleibt.
Manche Beschwerden bleiben. Andere verlieren
kurz an Gewicht, sobald jemand daneben sitzt.
Leise Katastrophen
Manche Dinge zerbrechen nicht auf einmal.
Sie verschieben sich langsam —
mitten in Gesprächen, unter Blicken, zwischen gewöhnlichen Tagen.
Die Arbeiten dieser Reihe zeigen keine großen Ereignisse.
Sie erzählen von Zuständen, die kaum sichtbar sind und trotzdem bleiben.
Die Figuren wirken für einen Moment aus dem Gleichgewicht geraten.
Eingebettet in Augen, die weniger beobachten als tragen.
Jedes Bild hält einen Augenblick fest,
in dem etwas ins Wanken gerät, ohne vollständig zu fallen.





























