Erinnerungsräume
Die Arbeiten im Bereich Erinnerungsräume kreisen um Orte, Spuren und das, was von einem Moment zurückbleibt. In Spuren der Stille, Orte im Nebel und Hainewalde im Blick werden Landschaften, Häuser und Fragmente zu Trägern von Erinnerung, Wahrnehmung und Vergänglichkeit.
Was sich nicht ganz fügt
Nicht alles findet seinen Platz.
Manches bleibt versetzt, widerspricht oder hält Abstand. Und trotzdem entsteht ein Zusammenhang, der nicht davon abhängt, dass alles ineinandergreift.
Neun Arbeiten, die zusammengehören, ohne sich vollständig zu fügen.
Was standhielt
Es war nicht dafür gemacht, standzuhalten.
Es tat es trotzdem.
Nicht unversehrt.
Nicht unverändert.
Aber noch da.
Konstrukte
Sechs Bildflächen bilden einen gemeinsamen, jedoch nicht einheitlichen Raum. Reliefartige Formen, unterbrochene Linien und kleine Figuren setzen die einzelnen Teile zueinander in Beziehung.
Nähe, Abstand und Position werden zu Bestandteilen einer Ordnung, deren Regeln nicht sichtbar sind. Verbindungen entstehen, brechen ab und setzen sich an anderer Stelle fort. Was dieses Gefüge zusammenhält – und was seine Teile voneinander trennt –, bleibt offen.
Was nicht ganz verschwand
Immer noch da
Das Auge ist kein Porträt. Es ist ein Erinnerungsraum.
Erinnerung bewahrt nicht alles unversehrt. Sie besteht aus Nähe, Brüchen und Stellen, die sich nicht mehr vollständig zusammensetzen lassen. Um das Auge liegen aufgebrochene Schichten. Sie halten nichts fest und lassen es trotzdem nicht verschwinden.
Der gezielt eingesetzte Firnis macht sichtbar, was bereits im Bild angelegt ist. Mit dem wechselnden Licht treten Risse und Schichten deutlicher hervor und ziehen sich wieder zurück. Das Auge selbst bleibt ruhig.

Zwischen Blick und Erinnerung
Manche Orte bleiben nicht als vollständiges Bild.
Sie kehren in Ausschnitten zurück – als Linie, Gebäude, Licht oder eine vertraute Silhouette. In dieser Arbeit geht eine fragmentarische Ortsansicht in ein Auge über. Der Blick richtet sich nicht nur nach außen. Er trägt den Ort weiter, verändert ihn und lässt einzelne Teile deutlicher hervortreten, während andere verschwimmen.
Die große freie Fläche hält Abstand zwischen dem, was sichtbar ist, und dem, was erinnert wird. Nichts fügt sich zu einer genauen Ansicht zusammen.
Der Ort bleibt im Blick.
Nicht unverändert, sondern so, wie Erinnerung ihn bewahrt: lückenhaft, verschoben und dennoch gegenwärtig.

Spuren der Stille
Was bleibt, wenn Nähe nicht festgehalten werden kann.
Spuren der Stille versammelt reduzierte Arbeiten über Erinnerung, leise Bewegungen und das, was
zwischen Menschen unausgesprochen bleibt.















